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Wie komme ich in eine Psychotherapie?

Du überlegst schon länger, ob Du eine Therapie machen solltest, da bestimmte psychische Belastungen Dein Leben einschränken und Dein Leidensdruck hoch ist? Oder befindest Du Dich seit längerem in einer Krise, aus der Du alleine einfach nicht mehr heraus kommst? Es gibt verschiedene Indikatoren, die darauf hinweisen, ob es für Dich sinnvoll wäre, Dir therapeutische Hilfe zu suchen. Hier erfährst Du, welche Schritte Du unternehmen kannst, um eine Psychotherapie zu anzufangen. Außerdem erfährst Du, wo Du für Dich den oder die richtige Therapeut*in finden kannst.

Wichtig!

Solltest Du in einer akuten Notlage sein, wende Dich bitte an Deinen Hausarzt oder eine dieser Beratungsstellen.

Informiere Dich!

Schau Dir die verschiedenen psychotherapeutischen Therapieverfahren an und überlege, was für Dich in Frage kommen würde. Rede, wenn es für Dich ok ist, auch mit anderen, die schon eine Therapie gemacht haben. Versuche, Deine Probleme für Dich zusammenzufassen und zu verstehen. Stell Dir vielleicht schon eine kleine Liste von geeigneten Therapeutinnen und Therapeuten in Deiner Nähe zusammen.

Suche Dir eine psychotherapeutische Sprechstunde in Deiner Nähe!

In der Regel solltest Du vor einer ersten Therapie eine psychotherapeutische Sprechstunde aufsuchen. In dieser Sprechstunde soll festgestellt werden, ob ein Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorliegt und welche Hilfe Du brauchst.

Wichtig: Du kannst Dich dafür direkt an Psychotherapeut*innen wenden und brauchst keine Überweisung vom Hausarzt. Therapeut*innen, die eine Kassenzulassung besitzen, sind verpflichtet, psychotherapeutische Sprechstunden anzubieten. In der Regel solltest Du in weniger als 4 Wochen einen Termin für einen solchen ersten Beratungstermin bekommen. Du kannst hier max. 150 Minuten (für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre: max. 250 Minuten) in Anspruch nehmen.

Wie finde ich schnell eine psychotherapeutische Sprechstunde?

Termine für die psychotherapeutische Sprechstunde vermittelt Deine Krankenkasse vor Ort oder die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung in Deiner Nähe. Eine Übersicht dieser Stellen findest Du hier.

Du kannst Dir aber auch eine*n Psychotherapeut*in empfehlen lassen. Frage dann einfach direkt nach einer psychotherapeutischen Beratung.

Was passiert in einer psychotherapeutischen Sprechstunde?

In dieser Sprechstunde bekommst Du eine Empfehlung für die weitere Behandlung. Das können Probesitzungen für eine Kurzzeit- oder Langzeittherapie sein oder eine max. 12 stündige Akutbehandlung. Es kann sein, dass Dir in der Sprechstunde schon ein Therapieplatz angeboten wird. Wenn nicht oder wenn Dir die Therapeutin oder der Therapeut noch nicht zusagt, kannst Du weitersuchen. Telefoniere Deine persönliche Liste ab. Wenn Du selbst Dich nicht in der Lage fühlst, lass Dir dabei von Deiner Familie oder Deinen Freunden helfen.

Falls Du keinen freien Therapieplatz findest: Dokumentiere überlange Wartezeiten.

Hat es noch nicht geklappt mit dem Therapieplatz? Nicht verzweifeln! Rechtlich steht allen Menschen, die eine Therapie brauchen, eine Behandlung zu, und zwar innerhalb einer zumutbaren Wartezeit. Wichtig ist, dass Du Absagen von Psychotherapiepraxen dokumentierst. Dabei gilt: Auch eine Wartezeit von mehr als 3 Monaten gilt als eine Absage. Wenn Du 5 Absagen hast, also Du keinen Therapieplatz mit Kassenzulassung findest, lass Dich nicht entmutigen und suche Dir einen Platz in einer Privatpraxis, die mit der Kostenerstattung arbeitet. Lass Dir die Erstattung im Voraus von Deiner Krankenkasse bestätigen, damit Du sicher gehen kannst, nicht die Kosten tragen zu müssen. Sollte die Therapie nicht genehmigt werden, hast Du auch noch die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen.

Hier kannst Du noch einmal den Weg in die Therapie nachlesen und Dich über die Kostenerstattung informieren:

Hier kannst Du direkt nach Therapeutinnen und Therapeuten in Deinem Umfeld suchen:

Weitere Infos

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Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Wir vertreten Betroffene von psychischen Erkrankungen, Angehörige und Experten. Gemeinsam setzen wir uns für einen offenen Diskurs über psychische Gesundheit ein.
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