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Deine 5 Lernchancen in der Corona-Krise

Gastbeitrag von Sophie Appl

Es klingt erst einmal absurd – Lernchancen in der Corona-Krise? Momentan sind wir sozial isoliert und es herrscht Unsicherheit und Angst in der Gesellschaft. Dennoch ist die Corona-Krise für uns auch eine Chance zum Lernen.

Lernchance Nr. 1: Wir lernen, es uns schön zu Hause zu machen.

Ich merke es an mir selbst: Seit der Corona-Krise kaufe ich mir jede Woche einen bunten Strauß Tulpen. Ich pflanze Tomaten auf meinem Balkon und überlege jeden Tag, wie ich es mir noch schöner machen kann. Dabei merke ich, wie sich Kleinigkeiten auf meine Stimmung auswirken. Was früher im Alltagsstress untergegangen ist, nehme ich jetzt ganz bewusst wahr.

Lernchance Nr. 2: Wir lernen, was für uns selbst wesentlich ist.

Wir haben jetzt viel Zeit, über unser Leben nachzudenken und Bilanz zu ziehen. Was möchten wir in unserem Leben noch realisieren? Viele Menschen können den Freiraum jetzt nutzen, um eigene kreative Projekte zu starten, sich weiterzubilden und erkennen, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist.

Lernchance Nr. 3: Wir lernen, welche Menschen uns wichtig sind.

Viele Freunde erzählen mir, dass sie jetzt alte Kontakte wiederaufleben lassen. Ich selbst habe eine Freundin, die ich aus dem Kindergarten kenne, angerufen. Ich wollte einfach wissen, wie es ihr in diesen Zeiten geht. Es ist, als würde mir mein Herz Signale senden, wer noch darin wohnt.

Lernchance Nr. 4: Wir lernen, was für unsere Gesellschaft wesentlich ist.

Wir lernen jetzt, dass Solidarität für unsere Gesellschaft überlebenswichtig ist. Der Mensch steht jetzt über dem Geld und das sollte eigentlich immer so sein. Viele Menschen denken jetzt über gesellschaftliche Innovationen wie das bedingungsloses Grundeinkommen oder eine digitalere Arbeitswelt nach. Viele kreative Initiativen sprießen aus dem Boden, die unsere Gesellschaft längerfristig voranbringen können.

Lernchance Nr. 5: Wir entwickeln Krisenkompetenz.

Die Corona-Krise bringt uns oft an unsere psychische Grenze, die wir bewältigen müssen. Das ist natürlich erst einmal schwer. Aber wenn wir diese Krise durchstehen, wissen wir genau, was wir für uns selbst tun müssen, wenn es uns schlecht geht. Und wir lernen, dass Hilfe annehmen nichts ist, wofür wir uns schämen müssen. Sich gegenseitig zu helfen, ist das Natürlichste auf der Welt und zeichnet uns als mitfühlende Wesen aus.

Weitere Infos & Tipps:

Sophie Appl

Sophie Appl ist Diplom-Psychologin und bloggt auf Be-happy über Lebensfreude und Angstbewältigung in der Corona-Krise. www.coronaangsthilfe.com.
Sophie Appl

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